Goldiger Herbst im Val RosegGoldiger Herbst im Val Roseg
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Bergwälder

Goldiger Herbst

Früher lag die Baumgrenze im Engadin bedeutend höher. Um mehr Weideland zu gewinnen, verminderte man den Waldbestand in den oberen Lagen. Heute liegt die Waldgrenze auf rund 2000 m ü. M. Das Dorf Pontresina liegt in der Zone des Vegetationswechsels zwischen Fichten- und Arven- und Lärchenwald. Diese Grenze wird durch die kalten Winternächte festgelegt. Bei Temperaturen unter -30°C erleiden die Fichten Frostschäden. Der Lärche und Arve können solche Winternächte weniger antun. Im Oktober verwandeln sich die Engadiner Wälder in eine goldene Pracht und verleihen dem Herbst eine ganz besondere Note.

Herbstwald vor dem Morteratschgletscher (Foto: Christof Sonderegger)
Herbstwald vor dem Morteratschgletscher (Foto: Christof Sonderegger)

Arve

Eine Arve wird bis zu 30 Meter hoch und bis 1000 Jahre alt. Gesunde Arven behalten ihre Nadeln etwa 5 bis 7 Jahre. Ihre Kronen sind dicht und undursichtig. Junge Bäume weisen eher ein kegelförmiges Nadelkleid auf, ältere haben eine abgerundete Form.

Lärche

Bis 50 Meter Höhe und einen Stammdurchmesser von 1.5 Meter kann eine Lärche erreichen. Die in der Jugend regelmässig schlank-kegelförmige Krone wird im Alter breit bis abgeflacht. Vom üblicherweise geraden, durchgehenden Stamm sind die waagrecht abstehenden Äste locker und fast quirlig angeordnet. Die Lärche ist sommergrün und wird im Herbst goldgelb, bevor sie als einziger Vertreter ihrer Familie (Pinacea) ihre Nadeln abwirft.

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