Alp Languard & Muottas Muragl
Besser als jede Postkarte

Engadiner Aussichtsberge Muottas Muragl & Alp Languard

Der berühmte Maler Giovanni Segantini, Dichter und Philosophen konnten damals nicht ohne sie. Wanderer und Sonnenanbeter heute genauso wenig. Die Panoramasicht von Muottas Muragl aufs Seenplateau und die umliegenden Berge fesselt. Sie zählt zu den schönsten des Oberengadins. Um genau zu sein: Es gibt in der Schweiz wenige Orte, wo man dieses Alpine Feeling so intensiv und mit so wenig Aufwand geniessen kann wie hier. Diese Postkarten-Idylle braucht nicht einmal einen Instagram-Filter. Kurz: Ein Aussichtsplateau so schön wie eine frische Jugendliebe. Dabei ist bereits die Anreise auf den Aussichtsberg ein Highlight: Die altehrwürdige Muottas-Muragl-Bahn klettert den Steilhang auf 2'453 m ü. M. hinauf – dies schon seit über 100 Jahren 

Muottas Muragl bietet den besten Blick aufs Oberengadiner Seenplateau.

Das Sonnenplateau des Engadins

Oben angekommen, verlässt man die Bergstation und tritt auf die wie ein Schiffsdeck gestaltete Aussichtsterrasse. Unter einem glitzern die Oberengadiner Seen wie Diamanten in der Sonne. Im markanten Kontrast dazu erhebt sich links das Viertausendermassiv des Bernina mit der markanten Flanke des Piz Palü und den wuchtigen Gletscherzungen. Doch aufgepasst: so viel Naturschönheit überfordert und sollte mit Bewegung abgefedert werden. Gleich um die Ecke startet im Winter der „Philosophenweg“, der täglich gespurt ist. Wer mehr Action bevorzugt, sollte die Schlittelbahn ausprobieren. Im Sommer gehört die Höhenwanderung hinauf zur Segantini-Hütte auf jede Bucket list. Dort, in der einstigen Kreativstätte von Giovanni Segantini, kommen heute lokale Spezialitäten auf den Teller – die selbstgemachte Gerstensuppe ist der Renner. 

Alp Languard: Wo die Steinböcke zuhause sind

Wer sich den steilen Aufstieg zur Segantini-Hütte sparen möchte, wählt den 7 km langen und fast ebenen Höhenweg zwischen Muottas Muragl und Alp Languard. Auf halber Distanz wartet das charmante Bergrestaurant Munt da la Bês-cha. Die gesamte Marschzeit beträgt rund 2.5 Stunden bis man schliesslich auf der Alp Languard, oberhalb von Pontresina, ankommt. Die Terrasse des Restaurants Alp Languard bietet herrliche Ausblicke aufs Bernina-Massiv. Mit ein wenig Glück sieht man hier sogar Steinböcke. Kein Wunder: Hier oben ist die grösste Steinbockkolonie Graubündens zuhause. Und das Beste für Wanderer: Es ist möglich, ein "Rundwander-Billet" (Bergfahrt Punt Muragl - Muottas Muragl und Talfahrt Languard-Pontresina oder umgekehrt) zu lösen.

Hüttentipps auf dem Schafberg

Georgy-Hütte

Die Georgy-Hütte liegt unterhalb des Piz Languard auf 3200 m ü. M. und ist die höchstgelegene Berghütte des Engadins. Besonders angetan sind Wirt und Gäste von der einmaligen Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Wer sich anmeldet, kann auch im Mehrbettzimmer übernachten.

Muottas Muragl

Das Romantik Hotel Muottas Muragl bietet eine der aussichtsreichen Sonnenterassen des Engadins. Geheimtipp: Mountain Dining und vorher den Sonnenuntergang geniessen.

Munt da la Bês-cha

Das Restaurant Munt da la Bês-cha, zu Deutsch "unterer Schafberg", findet man oberhalb Pontresina auf dem Pfad Richtung Höhenweg. Kleine Engadiner Köstlichkeiten und hausgemachter Rhabarberkuchen sowie eine tolle Aussicht gehören zum täglichen Angebot.

Alp Languard

Das Restaurant Alp Languard besticht durch sein gemütliches Innenleben, die einmalige Aussichtsterrasse und die geschickt umgesetzte Alpen-Küche.

Paradis-Hütte

Die Paradis-Hütte steht im Herzen einer der grössten Steinbockkolonien am Piz Albris. Es werden einfache Gerichte serviert - Geheimtipp ist der leckere und immer frisch zubereitete Kuchen von Pia. Bitte im Voraus telefonisch reservieren unter +41 79 610 36 03.


Segantini-Hütte

Hoch über dem Seenplateau auf dem Schafberg thront die Segantini-Hütte. In der einstigen Kreativstätte des berühmten Malers Giovanni Segantini kommen heute lokale Spezialitäten auf den Teller.