Architektur & Sehenswürdigkeiten

pontresina architektur
Das Alpenstadt-Ambiente von Pontresina verzaubert durch den einzigartigen Mix aus stilvollen Grand Hotels und Jugenstil-Villen aus der Belle Epoque. Gleichzeitig prägen traditionelle Engadinerhäuser, geschichtsträchtigen Gebäude aus dem frühen Mittelalter sowie moderne Gebäude renommierter Architekten das Dorfbild.

Die Architektur wirft hier ein Licht auf die spannende Geschichte und Entwicklung von Pontresina. Trotz seiner modernen und aufgeschlossenen Art hat das beliebte Bergdorf bis heute einen märchenhaft romantischen Charakter bewahrt und lädt zum Träumen ein.

Engadinerhäuser & Sgraffito

Die typischen Engadiner Häuser unterstreichen den dörflichen und landwirtschaftlichen Ursprung von Pontresina. Die mächtigen Bauernhäuser stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Merkmale sind die kleinen Fenster, um die Wärme im Haus zu behalten, die Erker, die angebaute Scheune (Sulèr), die grossen Eingangstore und natürlich die kunstvollen Verzierungen an den Mauern. Diese Kratzkunst nennt sich Sgraffito. Die meist abstrakten Motive werden von der noch feuchten obersten Verputzschicht abgekratzt, so dass die darunter liegende, dunklere Schicht zum Vorschein kommt. Wie man in einem historischen Engadinerhaus gelebt hat, kann man im lokalen Museum Alpin eins zu eins erfahren. Allegra e bainvgnieu.

Engadinerhaus
Engadinerhaus
Engadinerhaus
Engadinerhaus
Engadinerhaus
Engadinerhaus

Belle Époque & moderne Architektur

Ein erster touristischer Aufschwung in Pontresina fällt in die Zeit der Belle Époque. Davon zeugen einige besonders schöne Hotelbauten, teils gar von nationaler Bedeutung. Die Gastgeber-Tradition des Grand Hotel Kronenhof geht etwa bis auf das Jahr 1848 zurück. Notabene das Geburtsjahr der modernen Schweiz und Ursprung der bis heute das Land vereinenden Verfassung. Der neobarocke, schlossartige Kronenhof gehört zu den architektonisch bedeutendsten Alpenhotels des 19. Jahrhunderts und ist denkmalgeschützt. Auch die stolzen Hotels Saratz, Walther, Schlosshotel oder Sporthotel weisen phänomenale Jugendstilelemente auf. Am anderen Ende des Zeitstrals das Hotel Maistra 160. Es trägt, als eines der neuesten Pontresiner Hotels, die Handschrift des renommierten Bündner Architekten Gion A. Caminada. Hier ist der Stil hochalpin, reduziert und folgt dem Motto «Form follows Function».

Hotel Kronenhof
Hotel Kronenhof
Hotel Walther Bar
Hotel Walther Bar
Hotel Maistra 160
Hotel Maistra 160

Kirche Sta. Maria

Die Begräbniskirche Sta. Maria zählt zu den wertvollsten sakralen Bauten im Kanton Graubünden. Sie enthält kostbare mittelalterliche Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert mit byzantinisch-romanischen Fragmenten von hoher Qualität und einen lombardischen Zyklus von 1495. Nach einer Vergrösserung im Jahre 1495 wurde die Kirche vollständig neu ausgemalt, auch über die alten Fresken hinweg. An der Westwand und am Turm legte man bei der Restaurierung von 1962 bis 1976 einen Maria-Magdalena-Zyklus mit 18 Bildern frei. Spannend: Die Bergkirche Sta. Maria ist Maria Magdalena gewidmet und als Kirche des ökumenischen Friedhofs im Besitz der politischen Gemeinde Pontresina. Es werden hier auch Andachten und Vesperkonzerte abgehalten. Das romantische Bergkirchlein ist zudem sehr beliebt zum Heiraten und zieht Paare aus aller Welt an. Die Kirche kann im Rahmen einer geführten Tour oder während den generellen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Tuor Spagnola

Der fünfeckige Burgturm Spaniola ist ein wahres Pontresiner Kuriosum. Gebaut wurde er um das Jahr 1200 aus unregelmässigen Bruchsteinen und Findlingen. Zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag, aber auch aus strategischen Gründen ist die Schneide gegen den Berg gerichtet. Gut sichtbar ist der rundbogige Hocheingang, ob der Turm unterirdisch wohl gar mit einem Wohnhaus verbunden war, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Der idyllisch am oberen Dorfrand gelegene Turm wurde 1994 von der Gemeinde umfassend restauriert. Er thront seither wieder in ursprünglichem Glanz über dem einstigen Hauptort des mittelalterlichen Oberengadins. Gleich neben der Bergkirche Sta. Maria und zwischen Zustieg zur Steinbock-Promenade sowie zum Röntgenweg. Letzterer ist notabene nach dem Stammgast Wilhelm Conrad Röntgen benannt. Der deutsche Physiker und Nobelpreisträger verbrachte nicht weniger als 43 Sommer in Pontresina.

Spaniolaturm

Spaniolaturm

Pontresina

Gut erhaltener fünfeckiger Wohnturm in Pontresina, erbaut um 1210

Wildwasserschlucht Ova da Bernina Pontresina

Wildwasserschlucht Ova da Bernina

Die Wildwasserschlucht der Ova da Bernina (Berninabach) trennt das Zentrum von Pontresina und den Taiswald mit seinen lieblichen Spazier- und Wanderwegen. Drei Brücken führen über die Wildwasserschlucht. Ein Naherholungsgebiet und felsiges Naturerbe, das auf Entdeckerinnen wie Geniesser wartet.

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Bernina Festungen

Die Festung Bernina ist ein Zeugnis aus unterschiedlichen Epochen besonders unsicherer Zeiten in Mitteleuropa. Hier finden sich Überreste von Wehranlagen von vor dem ersten Weltkrieg, aber z.B. auch einst geheime und weltweit letzte realisierte Artilleriefestungsanlagen (21. Jahrhundert). Die Bernina-Passhöhe eignete sich einst nicht für eine militärische Sperre. Die weite Moränenlandschaft ist zu unübersichtlich. Eine passendere Stelle fand sich in der Folge aber etwa 6 km nördlich der Passhöhe in Richtung Pontresina. Das Hauptwerk Bernina auf der rechten Seite war einst mit einer Infanteriekanone und drei Maschinengewehren der Schweizer Armee bewaffnet. Aus dem Gegenwerk Bernina links wirkten drei Maschinengewehre. Die Panzersperre zwischen den beiden Werken besteht aus drei Reihen einbetonierter Natursteine, teilweise mit Betonblöcken ergänzt. Zurzeit bestehen Bestrebungen die Festungen am Berninapass, Baudenkmäler von nationale Bedeutung, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bernina Express

UNESCO Welterbe

Die Berninalinie der Rhätischen Bahn (einst Berninabahn) ist eine innovative Adaptation der elektrischen Überlandbahn mit gekonnter Trassierung im Hochgebirge. Sie führt mitten durch die Erlebnisregion Bernina Glaciers zwischen Pontresina und der Valposchiavo.

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