Viaduct da Mulin

Wildwasserschlucht Ova da Bernina

Die Wildwasserschlucht Ova da Bernina ist ein Magnet für Eiskletter-Fans aus nah und fern. Seit 2007 erstellt Pontresina jeden Winter ein Eiskletterzentrum – ein weiterer Meilenstein in der langen Alpinismustradition des Ortes. Pontresina ist das Bergsteigerdorf in Graubünden. Zu verdanken ist dies dem prächtigen Berninamassiv, wo sich die Alpen nochmals bis auf 4048 Meter über Meer auftürmen, bevor sie weiter Richtung Osten immer mehr abflachen. Weitere Infos übers Eisklettern finden Sie die Strasse aufwärts beim Schauplatz «Scena da glatsch».

Sicher auf den Berg seit 1872

Mitte der 1850er-Jahre beginnt der Bergtourismus in den Alpen. Die bedrohlichen Berge wollen plötzlich bestiegen werden. Auch die Schnee- und Eisriesen des Berninamassivs. Um der steigenden Nachfrage von Gästen nachzukommen, entsteht der Beruf des Bergführers. In Pontresina tun sich 1872 zwei Dutzend bergerfahrene Männer zusammen und gründen einen Verein. Es ist der erst dritte Bergführerverein überhaupt in der Schweiz.

Bergsteiger vor der Gletscherwelt ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
Bergsteiger vor der Gletscherwelt ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
Bergsteiger auf dem Weg zum Piz Palü ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
Bergsteiger auf dem Weg zum Piz Palü ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina

Erstüberschreitung des Piz Palü

Bekannte Bergführer sind Christian Klucker, Martin Schocher oder Hans und Christian Grass. Die beiden Brüder aus Pontresina führen 1868 drei Bergsteiger über alle drei Gipfel des Piz Palü. Ihnen gelingt die erste Palü-Überschreitung, damals eine beachtliche bergsteigerische Leistung, heute eine der beliebtesten Touren im Berninamassiv. Wenn Sie mehr über die lokale Alpinismusgeschichte erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Museum Alpin.

Piz Palü – ein machbares Ziel

Der Piz Palü gilt als schönster Schnee- und Eisberg der Welt. Mit etwas Training und ausreichender Fitness ist er für viele ein machbares Ziel. Zum Vergleich: Wer von Pontresina aus auf den Piz Languard steigen kann, schafft auch den Piz Palü. Was es sonst noch alles braucht, erklärt Ihnen gerne die Bergsteigerschule Pontresina. 1962 gegründet, ist sie die älteste und grösste Bergsteigerschule in Graubünden.

Bergsteiger im Berninamassiv ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
Bergsteiger im Berninamassiv ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
 Piz Palü, 3899 m ü. M. ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina
Piz Palü, 3899 m ü. M. ©Foto Flury, Inh. Alfred Lochau, Pontresina

Im Festsaal der Alpen

Ein wichtiger Meilenstein für Pontresina ist 1956 der Bau der Diavolezza-Bahn. Das gleichnamige Berghaus, zusammen mit den verschiedenen SAC-Hütten Ausgangspunkt für Hochtouren im Berninamassiv, existiert schon länger. Mit der neuen Bahn verkürzt sich der lange Anstieg auf den Piz Palü. Gleichzeitig entsteht ein schönes Skigebiet und beeindruckendes Ausflugsziel. Der Blick von der Diavolezza-Terrasse wird nicht umsonst «Festsaal der Alpen» genannt.

Piz Zupò – Wenn vier Meter fehlen

Kennen Sie den höchsten Berg Graubündens? Eine einfache Frage: Natürlich der Piz Bernina, mit 4048 m ü. M. der östlichste Viertausender der Alpen. Doch kennen Sie auch den zweithöchsten Berg des Berninamassivs? Nein, es ist nicht der Piz Palü – dieser ist «lediglich» 3899 Meter hoch – sondern der Piz Zupò mit 3996 m ü. M. Zupò bedeutet versteckt, da man den unauffälligen Berg nur schwer erkennen kann.

Aussicht vom Berghaus Diavolezza @Romano Salis
Aussicht vom Berghaus Diavolezza @Romano Salis
Bergsteiger im Berninamassiv
Bergsteiger im Berninamassiv
Wildwasserschlucht

Wildwasserschlucht Ova da Bernina

Zurück