Den Schnellsten gebührt der Teufelstitel​

© Romano Salis
© Romano Salis

Vom historischen Abenteuer mit waghalsigen Pionieren und Holzski zur heutigen Feier des Schneesports – das Diavolezza Glacier Race schreibt seine Geschichte weiter: unpräpariert, wild und ursprünglich.

1930 – Der Beginn des Mythos

Seit 1930 vereint das Diavolezza* Glacier Race Generationen von Skibegeisterten. Es gilt als Volksskirennen, bei dem nicht nur die Zeit im Fokus steht, sondern die Leidenschaft für den Gletscher und die Berge. Damals stiegen die 300 Teilnehmenden mit aufgefellten Ski die 885 Meter zum Start hoch, um über zehn Kilometer und 1000 Höhenmeter ins Tal hinunterzujagen. Erst ab 1956 beförderte die Luftseilbahn Diavolezza Publikum und Athlet:innen zum Start.

Die Strecke über die Gletscher Pers und Morteratsch, vorbei an den eisigen Giganten Piz Palü und Piz Bernina, war – wie heute noch – technisch äusserst anspruchsvoll. Bekannte Skigrössen sicherten sich mit schnellen Laufzeiten den goldenen Anstecker des Diavolezzateufels: So gewann 1962 Dumeng Giovanoli, der später unter anderem auch im Skiweltcup in Wengen und Kitzbühel den Sieg davontrug. Nach 34 Austragungen endete diese Tradition nach 1980 aus unbekannten Gründen.

*Romanisch für Teufelin