St. Moritz – Como in 16 mm Film

In Alex Lambrechts neuem Film ist der Übergang zwischen Realität und Wirklichkeit so fliessend, wie die Natur der Kultur zwischen Comer See und St. Moritz.

Es gibt wenige Orte auf der Welt, die sich in ihrer äusserlichen Gegensätzlichkeit im Inneren so vereinen, wie das kosmopolitischste Bergdorf der Welt und der Comer See, die Küste am Ende der Alpen. Nirgendwo prallt das Mediterrane so eindrucksvoll auf das Alpine. Nirgendwo ist ein Küstenort so sehr in den Bergen. Gletscher und Eis, die weiter unten unter der sündhaften Sonne des gleichen Südens liegen. Man fährt über einen Pass und ist im gleichen Land verschiedener Nationen.

Die Grenzen verschwimmen genau wie in einem Film, den Modefotograf Alex Lambrechts vor kurzem gedreht hat. Mit einer Bolex aus den 50ern, worauf sonst, und nur einer Rolle Film, 30 Meter lang, 16mm breit und reduzierter Bildfrequenz, die, so scheint es, die Zeit vorspult, in dem sie ihre Wahrnehmung verlangsamt. Zeitlosigkeit entsteht, etwas Endloses, drei Minuten lang.