Über Pontresina

Pontresina Dorf Sommer
Im Mittelalter einst der Hauptort im Tal, war Pontresina zunächst als Passdorf von Bedeutung. Es wurde später als Bergsteigerdorf und als früh beliebte Sommerdestination bekannt. Danach auch als Wintersportort. Bis heute ist das hochalpine Outdoor-Eldorado zu jeder Jahreszeit ein Sehnsuchtsort für Alpinisten und Natur-Fans.

Kein Wunder: Im von Gletschern umringten Berninamassiv erheben sich mit dem Piz Palü und dem Piz Bernina die zwei markantesten Gipfel Graubündens. Letzterer ist mit 4’049 Metern der höchste Gipfel der Ostalpen. Die Bergwelt rund um Pontresina kann auch von Nicht-Bergsteigern zu jeder Jahreszeit in ihrer ganzen Faszination erlebt werden.

Der Zugang zu den Gletschern ist hier so einfach wie kaum anderswo und auch entspannte Genussmomente stehen hier hoch im Kurs. Von Kulinarik bis Panorama. Das spektakuläre Naturerlebnis beginnt quasi vor der Haustür und mit der Berninabahn und den Pontresiner Bergbahnen schwebt man unbeschwert und bequem in hochalpine Höhen. Das Angebot an geführten Touren, Wanderwegen, Biketrails und Klettersteigen sowie Alphütten bietet Outdoor-Erlebnisse für ambitionierte Entdeckerinnen wie gemächliche Geniesser

Dorfportrait Pontresina
Pontresina im Sommer
Sonnenterrasse Pontresina

Erste Wahl für Entdeckerinnen & Geniesser

Die Natur ist unser wertvollstes Gut und sorgt in Pontresina für hochalpinen Genuss pur. Auch wir Einheimischen wissen um die Lebensqualität hier oben und sind immer wieder berührt von unseren Naturschönheiten. Sonne, Berge, Schnee, frische Luft, Ruhe und Zeit sind hier oben der wahre Luxus. Dazu kommen die Annehmlichkeiten der renommierten Hotellerie und Gastronomie sowie die unzähligen Freizeit-, Kultur- und Sportangebote. Hochalpines Lebensgefühl und Outdoor-Abenteuer treffen in Pontresina auf Savoir Vivre und feinen Genuss. Allegra e bainvgnieu.

Für Geniesser

Mit seinen 66 Restaurants, Gaststuben, Cafés und Bars etc. kann Pontresina mit gutem Grund als kulinarische Top-Destination bezeichnet werden. Runtergebrochen auf die etwa 2’000 Einwohner kommen wir auf einen Gastrobetrieb pro 30 Einwohnende! Das Angebot reicht vom Jugendstilsaal zum rustikalen Fonduebeizli, von der Arvenstube zur Alphütte und von der Pizzeria, über das Fischrestaurant, zum Thai- und Grill-Restaurant.
Kulinarik und Ambiente lassen Gourmet-Herzen aller Couleurs höher schlagen. Bun apetit!

Für Entdeckerinnen

Ein Ausflug in die Pontresiner Seitentäler öffnet Horizonte und Herzen. Sei es beim Wandern im Gebiet der archaischen Val Morteratsch, bei einer Kutschenfahrt ins wildromantische Val Roseg oder auf einer Biketour über schier unendliche Trails. Hauptdarstellerin bleibt in der natürlichen Sportarena die wunderbare Landschaft rund um die Flaniermeile Pontresina. Wissbegierige entdecken in den Erlebniswelten Bernina Glaciers und Steinbock-Paradies Pontresina viel Interessantes. Sei es über die Bergwelt, über Gletscher, das UNESCO-Welterbe RhB, die Umweltveränderungen, Lebensräume sowie Steinwild und vieles mehr. Allegra in Pontresina.

Sprache & Geschichte Pontresinas

Die Pontresiner sind in der Regel weltgewandt und sprechen neben deutsch auch mindestens italienisch und englisch. Die örtliche Ursprache der Puntraschignots (Pontresiner) ist jedoch das Rumauntsch Puter. Wie Spanisch und Italienisch gehört der Oberengadiner Singsang zu den neulateinischen Sprachen. Eine mit bis heute erkennbaren keltischen Einflüssen. Rätoromanisch ist eine der vier Schweizer Landessprachen, eine von drei Amtssprachen im Kanton Graubünden und gehört zu den ältesten noch gesprochenen Sprachen in Europa.

Heute sprechen noch rund 70’000 Menschen Rätoromanisch, die «chera Lingua da la Mamma». Der rätoromanische Sprachraum teilt sich in fünf unterschiedliche Idiome und Sprachgebiete auf. In den zweisprachigen Schulen von Pontresina wird die Muttersprache Puter weiter gepflegt, und dank dem Livestream von «Radio Rumantsch» findet es seinen Weg gar in die grosse weite Welt.

Herkunft des Ortsnamen Pontresinas

Gefundene Münzen deuten darauf hin, dass die Gegend von Pontresina schon zur Bronzezeit besiedelt war. Erstmals wurde Pontresina in der «Gammertinger Urkunde» in den Jahren 1137 bis 1139 erwähnt. Die Deutung dieser ersten urkundlichen Erwähnungen ist bis heute umstritten. Einige Historiker übersetzen diese Erwähnungen mit «Sarazenen-Brücke» und sehen damit einen Zusammenhang mit dem Einfall der Araber in die Schweiz des 10. Jahrhunderts. Andere leiten den Namen von einer Brücke ab, die nach ihrem Erbauer Saraschin «Ponte sarasinae» benannt wurde. Eines bleibt gewiss, Pontresina hat zauberhaft geheimnisvolle und sagenumwobene Plätze, Bauten, Gassen. Ebensowenig mangelt es an Dorforiginalen und illustren Stammgästen aus unterschiedlichsten Epochen.

Aufstieg des Bergsteigerdorfs Pontresina

Das Brückendorf Pontresina verdankt seine Bedeutung der strategischen Lage am Berninapass. Diese Verbindung in den Süden war bereits im Mittelalter wichtig für die Pontresiner Bauern, die sonst von der Viehzucht, der Jagd, dem Fischfang und dem Getreideanbau lebten. Die Ausbeute der Silberbergwerke des Bernina förderte später zunehmend den Passverkehr. An diese Zeit erinnern heute nur noch wenige Gebäude, da zu Beginn des 18. Jahrhunderts Pontresina von einem Grossfeuer heimgesucht wurde.

Nachdem, nebst Säumerherbergen, im 1850 ein erster Gasthof eröffnet wurde, begann der Tourismus zu blühen. Mit dem Aufkommen des Alpinismus und den von Pontresina geradezu begeisterten Britischen Gästen wurde 1871 der Bergführerverein gegründet. Damit einer der drei ältesten im Alpenraum überhaupt. Im Sommer 1885 zählte man bereits 2000 Gäste. Den bedeutendsten Schub erhielt der Ort 1908 mit der Eröffnung des Bahnhofs Pontresina als wichtiger Station der Berninabahn und der Rhätischen Bahn (mittlerweile fusionierte Bahngesellschaft). Durch die gute Erreichbarkeit, das gesunde Reizklima und den Alpinismus entwickelte sich Pontresina nach und nach zum heutigen Ferien-Klassiker. Eines bleibt Programm: Hochalpiner Genuss pur.

Brauchtum in Pontresina

Graubünden, das Engadin und auch Pontresina sind reich an alten Traditionen. Die Brauchtümer haben sich über Jahrhunderte entwickelt und werden bis heute gelebt und gefeiert. Der bekannteste Brauch ist der Chalandamarz, nicht zuletzt wegen den erfolgreichen Verfilmungen des Buches «Schellenursli» von Alois Cariget und Selina Tönz. Der Frühlingsbrauch geht bis in die Antike zurück. Immer am 1. März zieht die Schuljugend mit bunten Kostümen durch die Dörfer, verjagt mit Glockengeläut und Peitschenknallen die winterlichen Dämonen und begrüsst die wärmere Jahreszeit.

Schlitteda ist ein weiterer bekannter Oberengadiner Winterbrauch, der in Pontresina zumindest in unregelmässigen Abständen noch seine Durchführung findet. Ursprünglich am zweiten Januar-Sonntag holen die Burschen der Giuventüna (Jungmannschaft) ihre Mädchen auf einem festlich geschmückten Pferdeschlitten zuhause ab und kutschieren sie durch Pontresina und das Val Roseg. Früher war die Schlitteda ein Fest der Ledigen, heute sind die Regeln minder streng. Einst waren Schlitten und Pferd das einzige Transportmittel im winterlichen Engadin und um Tanzbälle in den Nachbardörfern zu besuchen.

Obwohl viele Bräuche heute verschwunden sind, leben Folklore und das typische Kulturgut der romanischen Lebensart und der Bündner Berggebiete weiter. In den Engadiner Trachten etwa, die zu besonderen Anlässen getragen werden, in der Jagdkultur, beim Käsen, im herbstlichen Marroni-Schmaus, in den originalen Gerichten des Engadins oder in der lokalen Giuventüna (Jungmannschaft). Wussten Sie, wie der Morteratschgletscher zu seinem Namen kam? Märchen und Sagen prägen Graubünden seit Jahrtausenden. Die fantastischen Geschichten mit meist übernatürlichen Ereignissen sind uns bis heute erhalten geblieben und können zwischen Buchdeckeln gelesen werden.

Pontresina Stazersee

Berg & Tal

Vom Pontresiner Talboden auf 1800 Meter über dem Meer ist man ganz schnell in der Natur oder auf unseren Bergen, die bis 4’049 Meter über Meer reichen (Piz Bernina). Die Seitentäler sind wildromantische Naherholungsgebiete und zählen zu den schönsten der Alpen. Mitten im stolzen Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) gelegen, eröffnen Pontresina, seine Gletscher und seine Gipfel eine geradezu fabelhafte weitere Dimension für Entdeckungen.

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